Mit Unterstützung des BVK

Maklerverwaltungs-Programme unter der Lupe

Das passende Maklerverwaltungs-Programm zu finden ist nicht trivial, denn der Markt ist groß. Die Deutsche Versicherungsbörse hat sich deshalb mit IT-Experten, Vertriebsspezialisten und Maklern zusammengetan und den Markt durchforstet. Entstanden ist eine detaillierte Studie, die sowohl Maklern als auch Versicherern einen Überblick über die Leistungspotenziale der Systeme verschaffen soll.
© DVB
Ist Geschäftsführer der Deutschen Versicherungsbörse (DVB): Friedel Rohde.

Ohne ein leistungsfähiges Maklerverwaltungsprogramm (MVP) sei ein effektives Arbeiten in einem Maklerbüro heute nicht mehr möglich, weiß Friedel Rohde, Geschäftsführer der Deutschen Versicherungsbörse (DVB). Im Rahmen einer umfangreichen Studie hat sich Rohde mit Maklern, IT-Experten und Vertriebsspezialisten zusammengesetzt und den MVP-Markt durchforstet. Zehn Anbieter haben sie sich ganz genau angesehen und deren Praxistauglichkeit anhand von 1.200 Kriterien abgeklopft – die Ergebnisse können Interessenten ab sofort käuflich erwerben.

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„Ziel unserer Untersuchung ist nicht die Bewertung der MVP oder die Vergabe eines Awards, sondern der Abgleich mit dem aufgestellten Kriterienkatalog, um Maklern und Versicherern einen tiefen Einblick in die Funktionalitäten der MVP zu geben“, erklärt Rohde.

Zu den Unterstützern des Projekts gehört der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Für den Erfolg eines Maklerbetriebes ist es entscheidend, dass die Datenhaltung im eigenen MVP erfolgt“, sagt BVK-Präsident Michael Heinz, der selbst Makler ist. „Die Zeiten von Papierablagen und Verwaltungen in Windows-Ordnern sind lange vorbei“, so Heinz. Deshalb sei ein prozessoptimiertes MVP das „Nonplusultra“.

Insgesamt flossen mehr als 1.200 Aspekte in die Untersuchung mit ein. Darunter unter anderem:
  • Kundenverwaltung
  • Vertragsverwaltung
  • Versichererverwaltung
  • Produktverwaltung
  • Schadenverwaltung
  • Maklerinkasso
  • Zugriffsverwaltung
  • Automatisierter Austausch von Daten
  • Vergleicheranbindungen
  • Poolanbindungen
  • Kunden-App: Schnittstellen und Funktionen
  • Kundenportal: Schnittstellen und Funktionen
  • Sonstige Schnittstellen
  • Provisionskontrolle
  • Terminkalender und -planer
  • Dokumentenverwaltung
  • Selektionen
  • Konfiguration: Programmeinstellungen, Benutzer- sowie Mitarbeiterverwaltung
  • Prozesssteuerung
  • Suche
  • Usability
  • Support
  • Technologie
  • Sonstige Fähigkeiten des MVP

Zusätzlich haben die Studienautoren bei MVP-Herstellern hinsichtlich weiterer Kriterien nachgefragt, die wesentlich für die Auswahl eines MVP sein könnten – hier ein kleiner Einblick:

  • Schnittstellen und Datenaustausch
  • Lizenzmodell und Produktentwicklung aus Sicht der Makler
  • Fragen an MVP-Systeme, die eine Anbindung an einen Pool voraussetzen.
  • Fragen zum Unternehmen (unter anderem zur Größe, zur Mitarbeiter- und Kundenzahl).
  • Strategische Ausrichtung
  • Die für eine Anbindung eines Versicherers anfallenden Kosten

„Genau wie die Versicherer müssen die Makler in Prozessoptimierung und Automatisierung investieren, um in Zeiten moderaten Prämienwachstums auskömmlich arbeiten zu können“, so Rohde weiter.

Damit das Geld auch in das richtige Programm fließt, beinhaltet seine Studie neben dem MVP-Navigator zusätzlich eine sogenannte MVP-Landkarte. Diese sei aber nicht nur für Makler selbst, sondern auch für Versicherer interessant. Denn: „Der Betreuer wird vom analogen Produkterklärer zum Digitalisierungsberater. Es gilt Prozesse des eigenen Hauses in den MVP-Systemen des Maklers zu etablieren – dazu ist grundlegendes Know-how über den MVP-Markt erforderlich.“

„Auch“, ergänzt der DVB-Chef, „fällt es den Versicherern oft schwer, zu entscheiden, mit welchen MVP eine Zusammenarbeit und die Einrichtung von Schnittstellen sinnvoll und zukunftssicher ist.“ Hierfür stelle die MVP-Untersuchung eine „hervorragende Entscheidungshilfe“ dar.

Makler können zunächst online über einen von der DVB programmierten MVP-Navigator zum Preis von 29 Euro netto ermitteln, welche MVP generell ihren Wünschen entsprechen. Zusätzlich erhalten sie in einer PDF-Datei auf rund 50 Seiten einen Querschnitt aus der MVP-Landkarte.

>>> Hier geht es zu weiteren Infos für Makler.

>>> Für Versicherer geht es hier entlang

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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Eine Antwort

  1. Na Bravo!
    Meine Anerkennung für die geleistete Arbeit. Wenn ich allerdings für so etwas später Geld haben will und dann wesentliche und zukunftsweisende Anbieter wie Insurgo oder I-Planner einfach nicht mit aufnehme, dann ist dieser Test genau nix wert. Setzen, 6.

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