In Rheinland-Pfalz

CDU will bezahlbare Elemetarschadenpolice für alle Haushalte

Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Sommer 2021 setzt sich die CDU-Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag für einen nahezu flächendeckenden Elementarschadenschutz ein. Ihr Ziel: Bis 2024 soll im ganzen Bundesland eine Versicherungsquote von 80 Prozent erreicht sein. Sollte es damit nicht klappen, müsse über eine Pflichtversicherung nachgedacht werden, deuteten die Christdemokraten an.
© picture alliance / Flashpic | Jens Krick
Ist CDU-Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag: Christian Baldauf.

Die Flutwellen im vergangenen Sommer trafen Rheinland-Pfalz besonders heftig. Aus dem Nichts verwüsteten sie Gebäude und Wohnungen, zerstörten das Hab und Gut tausender Menschen. Das Verheerende: Nicht einmal die Hälfte der Menschen besaß eine Elementarschadenversicherung, die für diese Art der Schäden aufkommt. Die CDU-Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag will nun genau da ansetzen und für eine bessere Prävention sorgen.

Mehr zum Thema

Droht Maklern nach der Flutkatastrophe die Haftungswelle?

Pfefferminzia: Müssen Versicherungsmakler nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands jetzt fürchten, von Kunden haftbar gemacht…

Juli-Flut treibt Nachfrage nach Elementarschutz in die Höhe

Die Flutkatastrophe vom Juli hat deutlich mehr Menschen als sonst dazu veranlasst, ihre Häuser vollständig…

12,5 Milliarden Euro kostet Versicherer das Naturgefahrenjahr 2021

Schäden von rund 12,5 Milliarden Euro verursachten Naturkatastrophen im Jahr 2021 in Deutschland. Noch nie…

„Bis 31. Dezember 2024 wollen wir erreichen, dass es in Rheinland-Pfalz eine Versicherungsquote von 80 Prozent für Elementarschäden gibt“, verkündete Fraktionschef Christian Baldauf kürzlich im Rahmen einer Landtagssitzung. Im Antrag der Fraktion, die dem Südwestrundfunk (SWR) vorliegt, steht zudem: „Das Ziel muss sein, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu eröffnen, eine bezahlbare Versicherung gegen Elementarschäden abschließen zu können.“ Sollte das Ziel von 80 Prozent bis Ende 2024 verfehlt werden, müsse über die Einführung einer Pflichtversicherung ab 2025 nachgedacht werden, ergänzte Baldauf.

Was bedeutet das für Hausbesitzer?

Kurz und knapp: Jeder Rheinland-Pfälzer, der sein Haus versichern möchte, soll nach Auffassung der Christdemokraten nur noch Policen angeboten bekommen, die Schäden durch Naturgefahren abdecken. Die Fraktion erwartet vom Landtag, entsprechende Abkommen mit der Versicherungsbranche zu schließen. Wer keine Elementarschäden mitversichern wolle, solle das explizit aussprechen müssen. Im Fall der Fälle dürfe er dann aber auch keine Hilfeleistungen von Vater Staat bekommen.

Mit ihrem Vorschlag dürften die Christdemokraten den Nerv des Branchenverbands GDV treffen – zumindest, was die flächendeckende Absicherung von Elementarschäden und eine zwingende Klausel dieser Art in allen Wohngebäudepolicen angeht. „Ohne eine konsequente Klimafolgenanpassung wird unsere Gesellschaft gezwungen sein, die schlimmen Auswirkungen verheerender Unwetterereignisse immer wieder zu durchleben“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen bereits im Herbst des vergangenen Jahres (wir berichteten). „Wir können es nicht hinnehmen, dass jedem zweiten Haus der Versicherungsschutz gegen Klimaschäden fehlt.“ Einer Pflichtversicherung steht der Verband aber kritisch gegenüber.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia