Gesetzesreform

Wohnungsbesitzer können sich jetzt leichter gegen Einbruch schützen

Ab Dezember können Eigentümer von Wohnungen leichter Sicherheitstechnik zum Schutz vor Einbrechern einbauen. Bisher war es in Mehrfamilienhäusern mit Eigentumswohnungen nicht so einfach, einbruchhemmende Maßnahmen umzusetzen. Eine Reform des Wohnungseigentumsgesetz bringt jetzt eine Veränderung.
© picture alliance/ imageBROKER/ Jochen Tack
Eigentümer von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern können jetzt einfacher bauliche Maßnahmen gegen Einbrecher umsetzen.

Für Eigentümer einer Wohnung wird der Schutz gegen Einbrecher ab Dezember einfacher. Sie können dann eher einbruchhemmende Haus- und Wohnungseingangstüren, Gitter und Rollläden einbauen oder auch Nachrüstsysteme für Fenster.

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Möglich wird das durch eine Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG), die jetzt beschlossen wurde. Ab Anfang Dezember können Umbauten nun mit der Zustimmung einer einfachen Mehrheit der Wohnungseigentümer umgesetzt werden. Damit werden der Einbau und das Nachrüsten einbruchhemmender Maßnahmen für Wohneigentumsgemeinschaften leichter, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) betont.

„Sinkende Einbruchzahlen zeigen, dass es sich lohnt, in Sicherheitstechnik zu investieren. Wir unterstützen daher die Bemühungen zur Förderung von Einbruchschutz. Dennoch fehlen bislang fest verankerte Mindeststandards für Sicherheitstechnik im Bauordnungsrecht“, kommentiert Oliver Hauner, Leiter Sachversicherung beim GDV, die neue Gesetzeslage.

Corona hemmt Einbrecher

Das staatliche Förderprogramm der KfW-Bank unterstützt seit 2014 Investitionen in Bestandsbauten. „Die staatliche Förderung von Einbruchschutz und die Vereinfachung der Regelungen im WEG stellen einen wirksamen Investitionsanreiz für den Einbau von Sicherheitstechnik dar“, sagt Hauner. Denn jeder zweite Einbruch scheitere an vorhandener Sicherheitstechnik.

So sinke die Zahl der Einbrüche hierzulande stetig zurückgegangen – 95.000 Einbrüche verzeichneten die Versicherer im Jahr 2019. Damit habe sich dieser Wert im Vergleich zu 2015 fast halbiert. Für 2020 schätzt der GDV ein Rekordtief der Einbrüche. Hauptgrund sei wohl die Corona-Pandemie. Viele Menschen waren oder sind noch immer häufig zuhause durch Homeoffice, Kurzarbeit und Urlaub daheim. Allerdings habe die „Hochsaison“ der Einbrecher mit Beginn der dunklen Jahreszeit gerade erst angefangen, so die Mahnung des GDV.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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