GDV-Bilanz

Sturm „Sabine“ kostet Versicherer 675 Millionen Euro

Der Wintersturm „Sabine“ hat deutschlandweit mehr als 500.000 versicherte Schadenfälle in Höhe von insgesamt 675 Millionen Euro angerichtet. Das hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Rahmen einer Schadenbilanz bekanntgegeben.
© picture alliance/Benjamin Liss/dpa
Feuerwehr und Hilfskräfte arbeiten an einem Dach, das „Sabine“ in Bayern von einem Haus gefegt hat.

Vor einer Woche wütete Orkan „Sabine“ in weiten Teilen Deutschlands – nun zeigt sich das volle Ausmaß für die Versicherungsbranche. Insgesamt kamen 540.000 versicherte Schäden zusammen und sorgten für Kosten in Höhe von 675 Millionen Euro, wie der Branchenverband GDV berichtet.

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600 Millionen Euro müssen allein die Sachversicherer für beschädigte Häuser, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetriebe zahlen. Die Kfz-Versicherung kam mit Schäden in Höhe von 75 Millionen Euro noch vergleichsweise glimpflich davon.

Laut dem GDV gehört „Sabine“ zu den sechs schlimmsten Winterstürmen in Deutschland seit 2002. Unverändert führt die Liste „Kyrill“ (2007) mit mehr als 3 Milliarden Euro versicherten Schäden vor „Jeanette“ (2002) mit 1,3 Milliarden Euro und „Friederike“ (2018) mit einer Milliarde Euro an.

Betrachtet man das gesamte vergangene Jahr, so mussten die Versicherer aufgrund von Extremwetterlagen rund 3,2 Milliarden Euro zahlen. Die Bilanz liegt laut GDV auf dem Vorjahresniveau und sogar unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3,7 Milliarden Euro. Dennoch appelliert der Verband an alle Bürger, ihren Versicherungsschutz zu überprüfen. Denn während über 90 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland gegen Sturm und Hagel versichert sind, haben sich nur 45 Prozent gegen Naturgefahren – wie Starkregen und Hochwasser – abgesichert.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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