Frost

Fünf Tipps zum Schutz vor eingefrorenen Wasserrohren

Damit ein Schaden durch eingefrorene und dann geplatzte Wasserrohre gar nicht erst entsteht, rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu einigen Vorsichtsmaßnahmen. Welche das sind, erfahren Sie hier.
© picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Frost kann nicht nur außen liegenden Wasserleitungen schaden.

Nicht nur für den Straßenverkehr bedeutet Frost eine Gefahr. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berechnet hat, verursachen eingefrorene Wasserleitungen im Schnitt bis zu 32.000 versicherte Schäden pro Jahr in Deutschland. Das ergibt eine Summe von rund 115 Millionen Euro pro Jahr.

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Damit sind etwa 2 bis 3 Prozent aller Leitungswasserschäden dem Frost zuzuschreiben. „2022 haben die Wohngebäudeversicherer für 1,1 Millionen Leitungswasserschäden über 3,8 Milliarden Euro an ihre Kunden gezahlt“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Angesichts der derzeit niedrigen Temperaturen in Deutschland rät der GDV allen Hausbesitzern, ihre Wasserleitungen auf ausreichenden Frostschutz zu überprüfen. Mit ein paar einfachen Tipps lassen sich eingefrorene und geplatzte Wasserleitungen und damit teure Schäden vermeiden.

Ist trotz dieser Maßnahmen ein Schaden entstanden, leistet die Wohngebäudeversicherung, die für Schäden durch geplatzte Wasserrohre am Gebäude aufkommt. Das betrifft Schäden an wasserführenden Leitungen, Heizkörpern, Wasch- und Spülmaschinen sowie Klima- und Wärmepumpen.

Für den Frostschutz empfiehlt der GDV folgendes:
  • Ausreichend heizen: Es ist simpel, aber eben auch wichtig – alle Räume sollten ausreichend beheizt werden, um ein Einfrieren der Leitungen zu verhindern. Das gilt insbesondere für wenig genutzte Räume wie Keller-, Vorrats- oder Abstellräume, Gästezimmer und Gäste-WCs. Das Heizungsventil sollte nie vollständig geschlossen werden.
  • Nicht auf den Frostwächter verlassen: Die Frostschutzstellung (*-Markierung) am Heizkörperventil bietet nur bedingten Schutz. Zwar schützt sie die Heizkörper selbst vor Frost, die Rohre jedoch nicht. So können Rohre, die weiter entfernt vom Heizkörper liegen, bei sehr kalten Temperaturen einfrieren.
  • Wasserleitungen leeren: Leitungen, die im Außenbereich oder in dauerhaft unbeheizten Räumen liegen, sollten vom Wasser getrennt und entleert werden, um Frostschäden zu verhindern.
  • Isolierung verbessern: Undichte Fenster oder Außentüren sollten isoliert werden, damit Wasserleitungen nicht durch kalte Zugluft einfrieren können. Kellerfenster sind hier eine häufige Schwachstelle, die Hausbesitzer dringend überprüfen sollten.
  • Wasserrohre schützen: Freiliegende Wasserrohre und -speicher kann man mit Isoliermaterial vor Kälte schützen.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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