Contra Kapitalmarkt

Die Linke wettert gegen die Frühstart-Rente

In einem deutlichen Interview mit „Fondsprofessionell“ bezieht der finanzpolitische Sprecher der Linken, Christian Görke, Position zu einigen aktuellen Finanzthemen. Dabei wird deutlich, wie wenig die Partei von den aktuellen Plänen der Regierung hält.
Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Partei Die Linke: „Scheinlösung für die demografische Entwicklung“
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Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Partei Die Linke: „Scheinlösung für die demografische Entwicklung“

Den Kindern im Rahmen der Frühstart-Rente Geld für die Altersvorsorge mitgeben? Die Riester-Rente umkrempeln? Von solchen Plänen hält man bei der Partei Die Linke nicht wirklich viel. Das lässt deren finanzpolitischer Sprecher, Christian Görke, gegenüber dem Magazin „Fondsprofessionell“ deutlich durchblicken (den gesamten Text finden Sie hier).

„Das ist teuer und schlecht angelegtes Geld“, sagt Görke demnach über die Frühstart-Rente. Auch die Riester-Rente kanzelt er als „Geldverschwendung“ ab. Das Altersvorsorgedepot, das sie im Rahmen einer Reform ergänzen oder gar ablösen soll, bezeichnet er als „Scheinlösung für die demografische Entwicklung“. Görke: „Den Bürgern wird gesagt, dass man ihnen keine höheren Rentenbeiträge zumuten könne – um sie dann zur privaten Vorsorge anzuhalten.“

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Aber wie will die Partei das demografische Problem stattdessen in den Griff bekommen? Sie will am Umlagesystem der gesetzlichen Rente festhalten. Beamte, Selbstständige und Politiker will sie mit einbeziehen und die Beitragsbemessungsgrenze anheben. Die Rente solle so auskömmlich sein, dass Menschen nicht auf private Altersvorsorge angewiesen sind. Dass sie das heute schon in vielen Fällen nicht ist, dazu steht in dem Text nichts.

Den Zeilen ist generell anzulesen, dass die Linke nicht viel mit den Kapitalmärkten und Investmentfonds am Hut hat. Was im Grunde auch nicht neu ist und kaum verwundert. So spricht sich Görke auch dagegen aus, Jugendlichen in Schulen Finanzwissen zu vermitteln. Dabei würde es ja nur darum gehen, sie an den Aktienmarkt heranzuführen. Und die Abgeltungsteuer von 25 Prozent auf Kapitaleinkünfte gehöre auch abgeschafft – damit alles zum persönlichen Steuersatz versteuert werden muss.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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