Altersvorsorge

Inflation bremst Sparbereitschaft für die Rente massiv

Immer mehr Deutsche sparen weniger Geld für die Rente – oder sie verzichten ganz auf die Altersvorsorge. Schuld daran ist laut Axa Vorsorge Report die hohe Inflation der vergangenen Jahre. Die Details.
Mann prüft Kassenzettel: Durch die Inflation sind viele Güter, darunter Lebensmittel, teurer geworden. Dadurch fehlt den Deutschen oft Geld für ihre Altersvorsorge.
© picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
Mann prüft Kassenzettel: Durch die Inflation sind viele Güter, darunter Lebensmittel, teurer geworden. Dadurch fehlt den Deutschen oft Geld für ihre Altersvorsorge.

Die hohe Inflation der vergangenen Jahre hat Spuren hinterlassen. So sorgen deswegen nun 40 Prozent der Deutschen weniger für ihre Rente vor. Dieser Wert wächst stetig: 2023 waren es noch 32 Prozent, 2024 gaben das 38 Prozent an.

Das sind Ergebnisse des Axa Vorsorge Reports. Für die Studie hat der Meinungsforscher Yougov im Auftrag der Axa 2.009 Personen in Deutschland online befragt.

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Entsprechend gesunken ist der Anteil der Menschen, der regelmäßig privat für die Rente vorsorgt. 2024 gaben noch 62 Prozent an, dass sie monatlich einen gewissen Betrag investieren. Jetzt sind es nur noch 50 Prozent.

  • 14 Prozent investieren dabei weniger als 100 Euro im Monat in ihre Altersvorsorge.
  • Ebenfalls 14 Prozent sparen monatlich zwischen 100 und 200 Euro (2024: 17 Prozent)
  • 200 bis 300 Euro pro Monat investieren 8 Prozent der Befragten (2024: 12 Prozent).
  • 5 Prozent der Deutschen sparen monatlich 300 bis 400 Euro (2024: 8 Prozent).
  • Und 9 Prozent investieren mehr als 400 Euro monatlich (2024: 11 Prozent).

35 Prozent sparen nix für die eigene Altersvorsorge. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.

„Die Preissteigerungen in allen Lebensbereichen stellen viele Menschen vor große finanzielle Herausforderungen – auch in Bezug auf die Altersvorsorge“, sagt Karsten Dietrich, Vorstand Personenversicherung Axa Deutschland. Angesichts der Entwicklung der gesetzlichen Rente sei das problematisch. Dabei lohnten sich auch kleinere Geldbeträge schon: „Nach wie vor unterschätzen viele, welchen Effekt solche Investitionen über einen längeren Zeitraum haben“, so Dietrich.

Aber es mangelt nicht unbedingt nur am Geld: 15 Prozent der Befragten geben zu, dass sie zu wenig für ihren Ruhestand vorsorgen, obwohl es ihnen finanziell möglich wäre, mehr dafür zu tun. Und bei 28 Prozent schlägt die Aufschieberitis zu, sie vertagen finanziellen Planungen für den Ruhestand also immer wieder auf später.

Trotz allem schauen 49 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eher mit Freude auf den künftigen Ruhestand. Wer regelmäßig monatlich spart, noch ein bisschen mehr (54 Prozent).

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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