Aktie sackt um 7 Prozent ab

US-Justizministerium beschäftigt sich mit Allianz-Fonds

Derzeit läuft ein Untersuchungsverfahren des US-Justizministeriums gegen den Allianz-Vermögensverwalter Allianz Global Investors. Investoren hatten vermehrt Klagen wegen coronabedingter Verluste eingereicht – infolgedessen ist die Allianz-Aktie zwischenzeitlich deutlich abgesackt.
© picture alliance / abaca | Niviere David/ABACAPRESS.COMD
Das Logo der Allianz an einem Gebäude: Das US-Justizministerium ist an einer Untersuchung des Allianz-Vermögensverwalters AGI dran.

Die Fondstochter der Allianz, Allianz Global Investors, und weitere Unternehmen der Allianz Gruppe sehen sich aktuell mit mehren Klagen vor US-Gerichten, einer Untersuchung der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC und nun auch der US-Justizministerium konfrontiert. Das teilte der Versicherer am Sonntag mit. Der Grund: Mehrere Investoren werfen dem Vermögensverwalter im Rahmen seiner Structured Alpha Fonds coronabedingte Verluste in Milliardenhöhe vor. Der Streitwert beläuft sich mittlerweile auf rund 6 Milliarden Euro, schreibt die „F.A.Z“.

Mehr zum Thema

Allianz erreicht online die meisten Kunden

Die Corona-Krise führt zwar dazu, dass Versicherer vermehrt über digitale Kanäle mit ihren Kunden kommunizieren,…

Allianz kürzt Garantien in der Privatrente

Die Allianz Lebensversicherung senkt ihre Garantien in der Privatrente für 750.000 Kunden. Darüber berichtet die…

„Aktien sind gefährlich, aber langfristig risikoarm“

Herr Overbeck, im Mai ist Ihr Buch „Paradoxon der Geldanlage“ erschienen. Was ist an der…

Wie der „Spiegel“ berichtet, gehören zu den Klägern unter anderem die New Yorker Metro, der Lehrer-Pensionsfonds im Bundesstaat Arkansas und die Gewerkschaft Teamsters. Sie werfen der Allianz-Tochter unter anderem vor, nicht angemessen auf die Marktentwicklung zu Anfang der Corona-Pandemie reagiert zu haben. Dieses Nichthandeln habe dann zu den hohen Verlusten der Investoren geführt.

Die Nachricht der Untersuchungen hatte auch Folgen an der Börse: Die Allianz-Aktie rauschte um 7 Prozent auf 194 Euro ab. Damit lag sie so tief wie seit Januar 2021 nicht mehr. Inzwischen hat sich der Kurs aber wieder stabilisiert.

„Die Allianz kooperiert vollumfänglich mit der SEC und dem Department of Justice bei deren Ermittlungen und hat umgehend eine eigene Überprüfung der Angelegenheit eingeleitet“, heißt es in der Pressemitteilung der Allianz weiter. Der Vorstand der Allianz SE sieht nun ein relevantes Risiko, dass die mit den Structured Alpha Fonds verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse der Allianz Gruppe haben könnten. Es ist jedoch derzeit weder möglich, den Ausgang der Untersuchungen der SEC und des DOJ sowie der anhängigen Gerichtsverfahren vorherzusagen, noch den entsprechenden Zeitpunkt dafür einzuschätzen. Insbesondere ist es nicht möglich, die konkreten finanziellen Auswirkungen, einschließlich möglicher Strafzahlungen, zuverlässig abzuschätzen. Daher wurde derzeit keine Rückstellung gebildet“, schreibt die Allianz weiter.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia