Umfrage

Deutsche schätzen Provisionshöhe bei Verträgen oft falsch ein

Viele Deutsche kennen die tatsächlichen Kosten bei Abschluss einer privaten Rentenversicherung nicht. Auch Nettoversicherungen können die wenigsten richtig einordnen. Allerdings sind viele Deutsche bereit, für eine Beratung ein Honorar zu zahlen. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Mylife Lebensversicherung ergeben.
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Beratungsszene: Wie hoch Provisionen und Zeitaufwand etwa bei der Altersvorsorge-Beratung sind, wissen viele Deutsche nicht.

Fast drei Viertel der Deutschen (73,7 Prozent) kennen keine Nettotarife. Nur rund 9 Prozent wissen, dass sie diese Produkte bei ihrem Finanzberater oder ihrer Versicherungsgesellschaft abschließen könnten. Allerdings wären knapp 77 Prozent an einer Nettoversicherung interessiert.

Das sind Ergebnisse einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der Mylife Lebensversicherung. Danach besteht bei den Verbrauchern durchaus die Bereitschaft, ein Honorar für Beratung zu zahlen. Im Schnitt wären es 726 Euro, die die Teilnehmer zahlen würden. Fast 20 Prozent gaben sogar an, mehr als 1.000 Euro als Honorar zahlen zu wollen.

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Zudem zeigt die Befragung, dass viele Deutsche die Höhe der Provision, die für die Vermittlung eines Vertrages entsteht, nicht kennen. 57,3 Prozent der Deutschen schätzen die Provision für einen über 30 Jahre laufenden Vertrag mit einer Beitragssumme von 36.000 Euro auf unter 500 Euro. 11,3 Prozent vermuten eine Höhe zwischen 500 und 999 Euro und knapp jeder Fünfte (19,3 Prozent) glaubt, es seien über 1.500 Euro. Der Mittelwert lag bei 770 Euro.

Den Zeitaufwand eines Vermittlers für eine Altersvorsorgeberatung, inklusive Beratungsgespräch und Aufwand für Vor- und Nachbereitung, schätzten die Befragten im Schnitt auf rund 4 Stunden geschätzt.

„Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass viele Kunden die Höhe der tatsächlichen Vertriebskosten im Bereich der Lebensversicherung kaum kennen“, sagt Holger Kreuzkamp, Vorstand der Mylife Lebensversicherung. Es bestehe daher weiterer Bedarf an Aufklärungsarbeit und höchstmöglicher Transparenz. „Eine Möglichkeit hierfür kann die Honorarberatung sein, bei der die Vergütung transparent, individuell und leistungsbezogen vereinbart sowie separat abgerechnet wird“, so Kreuzkamp. 

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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