Sicherheit wichtiger als Rendite

Frauen wollen bei Geldanlagen kein Risiko eingehen

In Zeiten von Niedrigzinsen und einem schwankenden Rentenniveau setzen weibliche Geldanleger vor allem auf Sicherheit. Risikobereitschaft bleibt laut einer aktuellen Studie der Gothaer noch eher Männersache.
© dpa/picture alliance
Ein Rentnerpaar hält Händchen im Park: Frauen sind bislang noch zurückhaltender beim Thema Risiko in der Geldanlage.

Sicherheit bei der Geldanlage wünschen sich viele Deutsche (57 Prozent), wie eine aktuelle Studie im Auftrag der Gothaer zeigt. Anlegerinnen (60 Prozent) scheint dieses Kriterium aber noch wichtiger zu sein als Männern (53 Prozent). Männer (12 Prozent) setzen dagegen eher auf eine möglichst hohe Rendite als Frauen (6 Prozent).

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Frauen sind in dieser Hinsicht auch nicht bereit, für mehr Rendite auf die gewünschte Sicherheit zu verzichten: Insgesamt beantworteten 27 Prozent aller Befragten diese Frage mit ja, wobei die Frauen hier mit nur 18 Prozent Zustimmung deutlich darunter lagen. Bei den Männern sind 36 Prozent bereit, ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen.

Und auch beim Thema Sorgen und Ängsten in der Geldanlage gibt es Unterschiede:

Die Befürchtung, dass die Eurozone auseinanderbricht und ihre Geldanlagen dann nicht mehr sicher sind, hegen 27 Prozent der Frauen, aber nur 21 Prozent der Männer. Auch die Sorge, dass die Preise und Alltagskosten steigen und somit die Geldanlagen an Wert verlieren, ist bei Frauen mit 63 Prozent der Befragten deutlich höher als bei Männern (54 Prozent). Die Angst, dass das Ersparte später einmal nicht dafür reicht, den gewohnten Lebensstandard zu halten, ist laut Studie unter Frauen (48 Prozent) ebenfalls stärker ausgeprägt als bei Männern (41 Prozent).

„Unsere Studie zeigt, dass Frauen in Finanzfragen deutlich sicherheitsorientierter sind als Männer“, kommentiert Carmen Daub, Fondsmanagerin beim Gothaer-Anlagemanagement. „Das spiegelt sich auch in der Wahl der Anlageformen wider, Frauen investieren beispielsweise deutlich seltener in Aktien (16 Prozent) als Männer (22 Prozent).“

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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