Nach dem Verkauf an die Phoenix Gruppe

Neue Chefin Susan McInnes über die Zukunftspläne von Standard Life

Im September dieses Jahres ging Standard Life in den Besitz der Phoenix Gruppe über – inklusive der deutschen Zweigniederlassung und der österreichischen Vertriebsdirektion. Wie die Pläne bei Standard Life nach dem Verkauf an Phoenix aussehen, weiß Susan McInnes, neue CEO der Standard Life Assurance und als Group Director Open Business für das gesamte Neugeschäft der Phoenix-Gruppe verantwortlich.
© Standard Life
Susan McInnes, CEO der Standard Life Assurance

Pfefferminzia: Frau McInnes, welche Veränderungen haben seit der Übernahme von Standard Life durch die Phoenix-Gruppe stattgefunden?

Susan McInnes: Dadurch sind zwei große Unternehmen zusammengewachsen – was dabei herauskam ist eine Organisation mit mehr als 10 Millionen Kunden, 240 Milliarden Pfund an Vermögenswerten und mehr als 4.300 Mitarbeitern. Beide Seiten haben eine zentrale Gemeinsamkeit: einen starken Fokus auf den Kunden. Auch wenn sich die Strategien der einzelnen Unternehmensteile in der Vergangenheit unterschieden haben.

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Sie haben die unterschiedlichen Strategien angesprochen. Für uns in Deutschland klingt es erst einmal nach einem Widerspruch, ein Konsolidierungsgeschäft zu betreiben und gleichzeitig offen für das Neugeschäft zu bleiben. Wie passt das zusammen?

Für mich ist das kein Widerspruch. Wenn man konsolidiert, steht man auch immer natürlichen Abgängen auf der Kundenseite gegenüber. Es gibt immer ältere Menschen und irgendwann sterben sie. Allein dadurch kommt man in die Situation, dass die Zahl der Kunden abnimmt. Wenn man im Unternehmen offene Bücher hat und Neugeschäft schreibt, hat man auf der einen Seite ebenfalls Abgänge zu verzeichnen, auf der anderen Seite stehen gleichzeitig das natürliche Wachstum und das Neukundengeschäft. Das ergänzt sich ganz wunderbar. Dieser duale Ansatz unterstützt sowohl anorganisches als auch organisches Wachstum.

Wird es Veränderungen für die Kunden und die Vermittler von Standard Life geben?

Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viel Arbeit dahingehend investiert, so wenig Veränderungen wie möglich stattfinden zu lassen und den Übergang möglichst reibungslos ablaufen zu lassen. Unsere Kunden werden den gleichen Service erhalten wie bisher. Business as usual – das ist es, wonach wir aktuell streben.

 

 

Sie sind neue CEO von Standard Life. Verraten sie uns, wie Ihre konkreten Pläne aussehen?

Wie erwähnt, ist es für uns sehr wichtig, auch weiterhin im Neugeschäft zu wachsen. Wir werden weiterhin ein erstklassiger Partner für unsere Kunden und Makler sein. Wir wollen unsere Kunden mit intelligenten Vorsorgelösungen dabei unterstützen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Dabei werden wir auch nach wie vor auf Fondspolicen setzen. Darüber hinaus möchten wir gerne unseren Vertriebspartnern dabei helfen, die anstehenden regulatorischen Veränderungen zu meistern. Natürlich haben wir auch das Ziel, unsere Kundenbasis auszubauen und in Deutschland und Österreich weiter zu wachsen. Um dies zu erreichen werden wir auch künftig offen für neue und interessante Produktideen bleiben, die zu unseren Vertriebspartnern und Kundensegmenten passen.

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