Halbes Jahr wegen der Pandemie

Lebenserwartung sinkt zum dritten Mal in Folge

Die Coronapandemie schneidet weiter kräftig in die Sterblichkeitsstatistik ein. Zum dritten Mal in Folge ist die Lebenserwartung gesunken. Dabei beobachten Statistiker in Hinblick auf die Bundesländer deutliche Nachhol- und Rückfalleffekte.
Wie alt mag es wohl werden? Zuletzt ging die statistische Erwartung zurück
© r P / Pixabay
Wie alt mag es wohl werden? Zuletzt ging die statistische Erwartung zurück

Die Lebenserwartung in Deutschland ging 2022 erneut zurück. Es ist das dritte Jahr in Folge. Damit sank die Lebenserwartung seit 2019, also vor der Pandemie, um mehr als ein halbes Jahr. Das meldet das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB).

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Aber jetzt mal in konkreten Zahlen: Die Lebenserwartung von Männern fiel von 78,7 Jahren vor der Pandemie auf nunmehr 78,1 Jahre. Bei Frauen von 83,5 auf 82,8 Jahre. Wobei sich das darauf bezieht, wie lange ein gerade erst geborenes Baby im Durchschnitt leben wird.

Beim BIB weist man jedoch auf enorme regionale Unterschiede hin. Vor allem abnehmende Unterschiede. Denn allem Anschein nach haben sich größere Verschiebungen durch die ersten Pandemiejahre jetzt wieder zum Teil ausgeglichen.

Beispiel Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Dort sank die Lebenserwartung wegen hoher Corona-Todeszahlen zu Beginn der Pandemie überdurchschnittlich stark. Das scheint jetzt abgeschlossen zu sein, im Jahr 2022 stieg die Lebenserwartung sogar wieder. In Ländern wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen lief es andersherum.

Was jedoch alle Länder gleichermaßen im vergangenen Jahr erwischte, war die Grippewelle. „Diese starke Grippewelle trug erheblich zum Rückgang der Lebenserwartung im Jahr 2022 bei“, sagt Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BIB.

Die folgende Grafik fasst die Rückgänge nach Bundesländern zusammen.

Rückgang der Lebenserwartung von 2019 bis 2022 nach Bundesländern
Rückgang der Lebenserwartung von 2019 bis 2022 nach Bundesländern

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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