Crashtest der Axa

So gefährlich sind E-Bikes und Drohnen wirklich

Mal eben ein bisschen fliegen mit dem neuen Spielzeug – so denken wohl viele, die sich eine Drohne anschaffen. Wie gefährlich und ablenkend die kleinen Flugobjekte aber für den Straßen- und Flugverkehr sind, das zeigt ein aktueller Crashtest der Axa. Auch E-Bikes hat der Versicherer unter die Lupe genommen.
© Pixabay
Eine Drohne in der Luft: Die kleinen Flugobjekte machen zwar Spaß, sind aber auch gefährlich.

Drohnen und E-Bikes sind derzeit beliebte Spielzeuge unter Erwachsenen. Welche Gefahr aber von ihnen ausgeht, ist nur den wenigsten bewusst. Aus diesem Grund wollte der Versicherer Axa Augen öffnen – mit Hilfe eines Crashtests mit dem Motto „Lautlos, schnell, riskant“.

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Der Drohnentest

Für den Crashtest mit dem kleinen Flugobjekt hat die Versicherung eine 9 Kilogramm schwere Drohne mit 70 Kilometern pro Stunde seitlich gegen die mechanisch am schlechtesten geschützte Seitenscheibe eines Cabrios krachen lassen. Solche Unfälle passieren schnell. Zwar wiegen Hobby-Drohnen nur einige 100 Gramm und erreichen dieses Tempo eher selten, aber die Verletzungen des Dummy-Fahrers sprechen für sich: Sie hätten im wahren Leben tödlich enden können, verrät die Axa.

Mit dem Test will Axa den EU-Behörden die Augen öffnen. Sie fordert eine europaweite Harmonisierung der Drohnenkategorien und -Gesetze. Denn noch kann jedes Land selbst über Drohnengesetze entscheiden.

In Deutschland gibt es seit 2017 eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen ab 250 Gramm. Ab 2 Kilo muss der Besitzer besondere Flugkenntnisse nachweisen. Bei Drohnen, die mehr als 5 Kilogramm wiegen, braucht ein deutscher Halter eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde.

Der E-Bike-Test

Auch mit den derzeit gehypten E-Bikes hat Axa einen Test durchgeführt. So sollte der Fahrer eines elektrischen Lastenrads einen anderen Radler mit Tempo 45 überholen und dabei in eine Frontalkollision mit einem Auto geraten, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.

Der Dummy-Kopf schlug daraufhin mit massiver Geschwindigkeit gegen die Windschutzscheibe. Der Radler wirbelte durch die Luft und kam hart auf dem Boden auf. Wäre der Unfall mit echten Beteiligten passiert, hätte der Radfahrer schwerste Verletzungen davongetragen oder wäre sogar ums Leben gekommen, erklärt Axa.

Der Versicherer spricht sich daher für breitere Fahrstreifen für Zweiräder aus, damit schnelle Pedelec-Fahrer langsamere Radler gefahrlos überholen können. Auch sollten E-Bikes standardmäßig über einen Tacho verfügen, fordern sie. So könnten Fahrer immer im Auge behalten, wie schnell sie wirklich sind.

Derzeit diskutiert die EU-Kommission über eine mögliche Versicherungspflicht für E-Bikes (wir berichteten).

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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