„Besonders vorsichtig sein“

Versicherer warnen vor saisonal erhöhtem Wildwechsel

Wildunfälle können das ganze Jahr über passieren – besonders häufig aber in Herbst und Frühling. Vor diesem Hintergrund hat der Branchenverband GDV an die Autofahrer hierzulande appelliert, in den kommenden Wochen „besonders vorsichtig“ zu sein. Rumst es doch, kann das teuer werden, denn die Reparaturkosten steigen stetig.
Gefahrenschild Wildwechsel
© picture alliance / Goldmann | Goldmann
Ein Gefahrenschild weist auf starken Wildwechsel hin: Im Frühling und Herbst ist die Gefahr am größten.

„Rein rechnerisch kollidiert alle zwei Minuten ein kaskoversicherter Pkw mit einem Wildtier“, so Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Allerdings ist die Gefahr eines Wildunfalls übers Jahr ungleich verteilt: Besonders hoch ist das Risiko in den Monaten April und Mai und von Oktober bis Dezember. Gerade in den kommenden Wochen sollten Autofahrer also besonders vorsichtig sein.“

Mehr zum Thema

Zehn Verhaltenstipps vor und nach einem Wildunfall

Allein im vergangenen Jahr wurden den Kfz-Versicherern rund 264.000 Wildunfälle gemeldet, wie der Versicherungsverband GDV…

Ausweichmanöver gefährden den Versicherungsschutz

Es wird wieder heller draußen, die meisten fahren jetzt in der frühen Dämmerung von der…

Kaskoversicherte zahlen für Schutz gegen alle Tierarten kaum drauf

Wer eine Kfz-Kaskoversicherung abgeschlossen hat, ist generell gegen Schäden durch Haarwildunfälle geschützt. Dazu gehören beispielsweise…

GDV-Grafik Wildunfälle

Die Kfz-Versicherer zahlten für 272.000 Wildunfälle mit kaskoversicherten Autos im Jahr 2020 rund 853 Millionen Euro. Pro Unfall blätterten die Versicherer im Schnitt also mehr als 3.100 Euro hin – und damit rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund für den Anstieg sind höhere Preise für Karosserieteile, so der GDV, die nach Wildunfällen häufig ausgetauscht werden müssten.

Käfer-Rohrbachs Appell lautet daher: „Am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern sollten Fahrer vor allem in der Dämmerung die Geschwindigkeit verringern. Wenn Wild auf der Straße oder am Straßenrand auftaucht, sollten Autofahrer – sofern genutzt – das Fernlicht abblenden und langsam fahren. Riskante Ausweichmanöver sind nicht ratsam. Die Kollision mit einem anderen Auto oder einem Baum ist in der Regel gefährlicher als der Zusammenprall mit einem Wildtier.“

Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch Haarwild wie Rehe und Wildschweine verursacht werden, begleicht die Voll- beziehungsweise die Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben ihren Schutz in der Teilkasko zusätzlich auf Unfälle mit bestimmten weiteren oder auch Tieren aller Art ausgeweitet. Ein geringer Trost: Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Wildschaden keinen Einfluss.

>>> Wenn es doch geknallt hat: Hier erfahren Sie, wie Sie sich nach einem Wildunfall am besten verhalten sollten. 

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia