GKV-Verband meldet

Mehr Geld für Physiotherapeuten

Im kommenden Jahr werden auch Behandlungen in der Physiotherapie teurer. Der GKV-Spitzenverband hat jetzt bekanntgegeben, um welchen Aufschlag es dabei geht.
Kniescheibe kneten: Physiotherapie wird im neuen Jahr teurer
© picture alliance / CHROMORANGE | Michelangelo Oprandi
Kniescheibe kneten: Physiotherapie wird im neuen Jahr teurer

Physiotherapeuten bekommen ab 2023 mehr Geld: Physiotherapeutische Leistungen werden dann um 8,47 Prozent höher bezahlt. Das hat die Schiedsstelle in ihrer Sitzung am 13. Dezember 2022 entschieden, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV-Spitzenverband) jetzt meldet.

Für November und Dezember gibt es aber schon zusätzlich ein Plus 2,58 Prozent. Daher bekommen die Therapeuten im Januar und Februar 2023 jeweils 11,05 Prozent mehr. Ab März gilt dann die reguläre Erhöhung um 8,47 Prozent. Die Versichertengemeinschaft kostet das alles etwa 590 Millionen Euro zusätzlich.

Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes: „Die deutlich höhere Vergütung bedeutet für die Physiotherapeuten Planungssicherheit in einer Zeit, die von steigenden Energiekosten und hoher Inflation geprägt ist. Dennoch bleibt die Vergütung der Physiotherapie leistungsgerecht und wirtschaftlich.“

Die höhere Vergütung basiert auf einem Berechnungsmodell, in das die Schiedsstelle für 2023 prognostizierte Parameter einfließen lässt. So unterstellt sie beispielsweise für 2023 eine Inflation von 7,4 Prozent. Als weitere Kenngröße gilt die Tarifvereinbarung des öffentlichen Dienstes, die das Gehalt der in Kliniken angestellten Physiotherapeuten festlegt. Auch die Gewerbemieten fließen mit ein.

Neben der höheren Vergütung hat die Schiedsstelle eine neue Pauschale festgelegt, um die höheren und verpflichtenden Hygieneanforderungen in sozialen Einrichtungen auszugleichen. Je Verordnung gibt es 1,50 Euro zusätzlich. Diese Regelung ist bis Ende 2023 befristet. Die neue Preisliste will der GKV-Spitzenverband veröffentlichen, sobald der Beschluss der Schiedsstelle schriftlich vorliegt.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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