67 Prozent der Arbeitgeber weltweit setzen auf präventive Gesundheitsmaßnahmen, um der medizinischen Inflation entgegenzuwirken. Besonders Unternehmen in Europa (74 Prozent) investieren überdurchschnittlich stark in Gesundheitsförderung. Grund dafür ist die erwartete Kostensteigerung: 93 Prozent der Arbeitgeber rechnen mit höheren Ausgaben – 41 Prozent sogar mit einem deutlichen Anstieg.
Das zeigt der globale Bericht „Changing Face of Employee Health“ von Howden Employee Benefits. Gleichzeitig wird Gesundheit immer wichtiger für Arbeitnehmer: 61 Prozent bleiben eher bei einem Arbeitgeber mit gutem Gesundheitspaket, 47 Prozent berücksichtigen das aktiv bei der Jobsuche.
Nur 7 Prozent bewerten Gesundheitsleistungen nicht als relevante Zusatzleistung. Unternehmen sehen sich dadurch gezwungen, ihre Angebote anzupassen – auch wenn viele bereits glauben, gute Konditionen zu bieten.
Allerdings zeigt sich eine deutliche Diskrepanz: Während 93 Prozent der Arbeitgeber meinen, ihre Leistungen entsprechen den Bedürfnissen der Belegschaft, empfindet ein Viertel der Beschäftigten das anders. Besonders psychische Gesundheit entwickelt sich zum größten Kostenfaktor – weltweit geben 52 Prozent der Unternehmen an, dass sie erheblichen Einfluss auf ihre Gesundheitspläne hat.
Experten mahnen zum Handeln: Prävention sei längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein strategischer Schlüssel zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität. Unternehmen, die frühzeitig investieren, stärken nicht nur die Gesundheit ihrer Belegschaft, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit.