Finanztip-Analyse

Wer von einer Zahnzusatzpolice profitiert – und welche Tarife überzeugen

Die meisten Deutschen können sich wohl Schöneres vorstellen als den Gang zum Zahnarzt – allein schon der Kosten wegen. Mehr als 16 Millionen Bürger haben sich deshalb mit einer Zahnzusatzpolice abgesichert. Laut Finanztip lohnt sich eine solche Versicherung aber nicht für jeden. Für alle, die sich dafür entscheiden, hat das Verbraucherportal nun vier Tarifempfehlungen veröffentlicht.
© Pixabay
Ein Zahnarzt aus der Perspektive eines Patienten: Laut Finanztip lohnt sich eine Zahnzusatzpolice nicht für jeden.

Gesetzlich Krankenversicherte müssen bei Zahnersatz praktisch immer einen Teil der Kosten selbst übernehmen – und bei teureren Behandlungen kommt da schnell eine beachtliche Geldsumme zusammen. Viele bessern ihren Versicherungsschutz daher mit einer Zahnzusatzpolicen auf – da das aber nicht gerade günstig sei, sollten Kunden vor dem Abschluss lieber genau nachrechnen, „ob sie sich versichern oder für kommende Behandlungen lieber Geld beiseitelegen“, wie das Verbraucherportal Finanztip mitteilte.

Mehr zum Thema

Diese 12 Zahnzusatzversicherungen sind top

Geht es um private Krankenzusatzversicherungen, schließen die Deutschen Zahnzusatztarife am liebsten ab. Kein Wunder, können…

Deutsche erachten makellose Zähne als Statussymbol

Teurer Anzug oder elegantes Kostüm, dickes Auto, Luxusschmuck? Als Statussymbol werden diese Dinge mehr und…

Diese Zusatzpolicen sind unter GKV-Kunden am beliebtesten

Wer sich mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht zufriedengeben will, kann mit Krankenzusatzpolicen…

Damit sich die Versicherung lohne, müssten Versicherte regelmäßig alle sechs bis sieben Jahre eine Implantat-Behandlung in Anspruch nehmen, heißt es seitens Finanztip – und führt hierzu ein Zahlenbeispiel an: Soll etwa ein fehlender Zahn ersetzt werden, bekämen Versicherte von der Kasse bis zu 576 Euro Zuschuss. Den gebe es unabhängig davon, ob eine Zahnbrücke die Lücke schließe oder ein Implantat. Wer sich also für ein 3.000 Euro teures Implantat entscheide, müsse 2.424 Euro selbst bezahlen. „Hier würde die Versicherung einspringen – allerdings gibt es bei vielen Tarifen einen Eigenanteil von 10 bis 20 Prozent. Von der Versicherung gäbe es dann nur etwa 2.000 Euro“, sagt Julia Rieder, Versicherungsexpertin bei Finanztip.

Finanztip empfiehlt fünf Tarife

Werde eine größere Zahnbehandlung aber nur ab und zu fällig, sei es meist günstiger, Geld dafür anzusparen – etwa auf einem Tages- oder Festgeldkonto. Alle, die regelmäßig behandelt werden müssen und deshalb eine Zahnzusatzpolice abschließen wollen, haben laut Finanztip jedoch noch andere Dinge zu beachten: „Für bereits anstehende Behandlungen kommt die Versicherung nicht auf“, sagt Rieder. „Bei vielen Tarifen gibt es zudem eine Wartezeit, das heißt: In den ersten drei bis acht Monaten können Versicherte keine Leistung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus zahlen die Versicherungen in den ersten drei bis fünf Jahren nur eine begrenzte Summe.“

Das Portal gibt aber auch eindeutige Tarif-Empfehlungen ab, die auf einen Produktvergleich von Finanztip unter „zehn leistungsstarken Tarifen“ von April 2021 beruhen: Es gebe demnach am deutschen Markt vor allem vier Tarife, die aufgrund eines „fairen Preises“ und „guter Leistungen“ empfehlenswert seien – diese lauten:

  • „ZZ Pro 90“ von Huk-Coburg und Huk24
  • „Plan Z1“ von Generali
  • „Zahn 85“ von Ottonova
  • „Megadent“ von Hallesche

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia