Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) hat seinen Bericht namens „Basisdaten des Gesundheitswesens 2023“ veröffentlicht. Es ist eine umfassende und 68 Seiten lange Übersicht darüber, was gerade im deutschen Gesundheitswesen vor sich geht. Und was es kostet. Und wer es bezahlt. Herunterladen können Sie es hier.
Wir haben jedoch auch zwölf Grafiken schon mal herausgepickt, die einen kleinen Überblick verschaffen. Hier sind sie:
Bevölkerung
Ende 2021 lebten 83,2 Millionen Menschen in Deutschland, das waren 82.000 mehr als noch im Jahr davor. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen zog weiter an: und zwar von 33,3 Millionen im Jahr 2020 auf 33,8 Millionen 2021 auf nunmehr 34,4 Millionen 2022. Alle Werte beziehen sich die Jahresmitte.
Eine Grafik in den Basisdaten befasst sich mit der Lebenserwartung. Dass sie seit Jahren anzieht, ist nicht neu. Gleichwohl bleibt sie beeindruckend.

Das Thema lässt sich auch auf jene Menschen herunterbrechen, die heute schon leben und teils beträchtliche Alter erreicht haben. Was haben denn also ein heutiger Mittvierziger oder eine fröhliche Neurentnerin im Durchschnitt noch vor sich? Die Grafik zeigt es.

Und um wie viel älter die Menschen werden, belegt regelmäßig die Alterspyramide. Sie trägt ab, wie viele Menschen in welchem Alter in Deutschland leben. Wobei die seit Jahren schon gar nicht mehr so heißen dürfte – sie wirkt eher wie eine Alterswurst, und bald ist sie die schon eine Weile angekündigte Alterskeule.

Krankenversicherte
Womit wir zum Versicherungswesen kommen. Wie viele Menschen in Deutschland lassen Medizin und Behandlung eigentlich von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bezahlen? Und viele sind in der privaten Krankenversicherung (PKV) unterwegs? Die folgende Grafik zeigt es.

Nun gliedert sich die GKV nach wie vor in zahlreiche Kassenarten auf – Ersatzkassen, Betriebskrankenkassen (BKK), die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) und so weiter. Wie diese Arten sich den GKV-Markt aufteilen, zeigt die nächste Grafik.

Allerdings verlassen jedes Jahr viele Versicherte die GKV, um ihr Glück in der PKV zu suchen. Andere kommen wieder zurück, weil sie es nicht gefunden haben oder weil sie wieder in die GKV zurückmüssen. Wie sich diese Zahlen verhalten, zeigt die Grafik. Einen aktuellen vorläufigen Wert meldete übrigens kürzlich der PKV-Verband.

Finanzierung
Ach ja, die GKV-Beiträge – steigen eh immer nur. Und was müssen wir dazu sagen? Stimmt. Bestenfalls ändern sie sich einfach mal nicht, gesunken sind jedoch noch nicht (zumindest nicht in jüngerer Vergangenheit). Die nächste Grafik dröselt das mal in Prozent vom Brutto in Eigen-, Arbeitgeber- und diverse Zusatzbeiträge auf.

Wobei in dieser Hinsicht Kasse nicht gleich Kasse ist, schließlich handelt es sich um Durchschnitte. Wie weit die Spanne bei den Zusatzbeiträgen reicht, zeigt nämlich die nächste Grafik. Und wir halten fest: ganz schön weit.

Doch das alles reicht leider nicht aus, um Deutschland gesund zu halten. Seit Jahren müssen die Finanzminister Milliardensummen hinzubuttern. Wie viele es sind, zeigt die nächste Grafik.

Gesundheitsversorgung
Und wofür genau wird das viele Geld gebraucht? Die folgende Grafik zeigt es. Erwartungsgemäß geht der größte Batzen für die Krankenhäuser drauf. Dann folgen Arzneien und behandelnde Ärzte.

Doch solche Posten können sich auch verschieben. Weshalb der VDEK einmal aufdröselt, welche Einzelaspekte sich prozentual besonders stark verteuert haben. Das sagt natürlich nichts über die absoluten Kosten aus, und der Basiseffekt wirkt stark. Heißt: Was zurzeit noch verhältnismäßig billig ist, kann prozentual viel stärker zulegen.

Allerdings fällt auf, dass der ohnehin schon große Posten für Arzneimittel obendrein auch noch überdurchschnittlich wuchs. Die nächste und letzte Grafik befasst sich damit. Denn sie gliedert das Thema danach auf, wie oft Arzneien verordnet werden, und welchen Wert jede einzelne Verordnung hat. Damit spielt es auch hinein, wenn Pharma-Unternehmen die Preise erhöhen beziehungsweise senken (müssen).
