300 Milliarden Euro

GKV-Leistungsausgaben steigen 2024 auf neues Allzeithoch

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht unter Druck. Die Ausgaben steigen stärker als die Einnahmen. Auch in diesem Jahr wird ein neuer Ausgabenrekord erreicht, so die Prognose des GKV-Schätzerkreises.
© picture alliance/dpa | Christophe Gateau
Warnstreik von Ärztinnen und Ärzten im März: Ärzte, Apotheken, Kliniken – alle fordern mehr Geld. Doch die Krankenkassen ächzen schon jetzt unter immer weiter steigenden Leistungsausgaben.

Der GKV-Schätzerkreis erwartet, dass die Leistungsausgaben der Krankenkassen in diesem Jahr die 300-Milliarden-Euro-Marke knacken und auf 314 Milliarden Euro steigen werden. 2022 lagen sie noch bei 274 Milliarden Euro.

Im März hat das Bundesgesundheitsministerium die vorläufigen Zahlen für 2023 bekannt gegeben. Demnach sollen die Leistungsausgaben um 5,2 Prozent gestiegen sein, was einem Anstieg auf rund 288 Milliarden Euro entspräche.

Mehr zum Thema

Krankenkassen sollen Abnehmspritzen zahlen

Manche Typ-2-Diabetiker kennen sie schon länger: Mittlerweile sind Abnehmspritzen wie Ozempic und die stärker dosierte…

DAK-Chef warnt vor steigenden Beiträgen

Der Vorstandsvorsitzende der gesetzlichen Krankenkasse DAK-Gesundheit, Andreas Storm, warnt gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor…

Krankenkassen schimpfen über GVSG-Entwurf

Der neue Referentenentwurf zum Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) ist durchgesickert und sorgt für Unmut bei den Krankenkassen.…

Die Gelder werden für die medizinische Versorgung der über 73 Millionen gesetzlich Versicherten ausgegeben. Sie fließen an Ärzte, Kliniken, Apotheken und die Pharmaindustrie. Der mit Abstand größte Ausgabenblock ist die Krankenhausbehandlung, die rund ein Drittel der Leistungsausgaben ausmacht. Es folgen die Ausgaben für Arzneimittel und  die Ausgaben für die ärztliche  Behandlung, die zusammen für ein gutes weiteres Drittel stehen.

Der GKV-Spitzenverband sieht die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) angesichts der steigenden Kosten vor einer fundamentalen Herausforderung, und warnt: „Die Ausgaben steigen seit Jahren stärker als die Einnahmen, und es sind keinerlei Anzeichen zu erkennen, dass die Politik die daraus resultierende Beitragsspirale stoppen möchte. Im Gegenteil, weitere Honorarerhöhungen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, zusätzliche Gelder für Kliniken und höhere Preise für Arzneimittel sind von der Politik bereits angekündigt worden – und bezahlen müssen das die Versicherten und Arbeitgeber über ihre Krankenkassenbeiträge.“

Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia