Wegen höherer Kosten

Schäden durch Versicherungsbetrug übersteigen 6 Milliarden Euro

Die hohe Inflation treibt auch die Zahlen im Versicherungsbetrug in die Höhe. Dort soll das Aufkommen selbst in etwa gleich bleiben, doch die Summe knackt eine weitere Milliardenmarke.
Auto nach Auffahrunfall (Symbolbild): Jede zweite verdächtige Schadenmeldung kommt aus der KFZ-Versicherung
© picture alliance | Christian Ohde
Auto nach Auffahrunfall (Symbolbild): Jede zweite verdächtige Schadenmeldung kommt aus der KFZ-Versicherung

Die Versicherungsbranche rechnet damit, dass die Schäden durch Versicherungsbetrug deutlich anziehen. Inzwischen dürfte die Summe auf mehr als 6 Milliarden Euro pro Jahr steigen, schätzt man beim Branchenverband GDV. Unter anderem hänge das mit den gestiegenen Schadenkosten in der Schaden- und Unfallversicherung zusammen.

Der Anteil der Verdachtsfälle gemessen an allen Schadenmeldungen bleibt mit etwa 10 Prozent langfristig zwar unverändert. „Mit den insgesamt steigenden Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung gehen aber auch die Kosten für Betrugsfälle nach oben“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Zum Vergleich: Bislang schätzten die Versicherer den Schaden noch auf rund 4 bis 5 Milliarden Euro jährlich.

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Der größte Anteil, nämlich die Hälfte, fällt auf die Sparte der KFZ-Versicherung. Die Zahlen beziehen sich auf Schätzungen von Betrugsabwehrexperten der GDV-Mitgliedsunternehmen. Als verdächtig gelten Schadenmeldungen, die nicht stimmig sind. In solchen Fällen passt beispielsweise der geschilderte Schaden nicht zum Schadenbild, Angaben widersprechen sich, oder die Versicherten reichen manipulierte Kaufbelege ein. Doch nicht jede dieser Meldungen ist gleich ein Betrugsfall, stellt der GDV klar.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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