Es ist Montag. Oder Donnerstag. Oder eigentlich egal. Du sitzt vor deinem Handy und denkst: „Ich müsste mal wieder was posten … aber was?“ Keine Sorge, du bist damit nicht allein.
In unseren Gesprächen mit Vermittlern erleben wir oft zwei Extreme: Die einen posten nur, wenn der Kalender leer ist. Die anderen denken, sie müssten mit jedem Beitrag die Versicherungswelt neu erfinden.
Besser ist regelmäßiger, abwechslungsreicher Content der zeigt, wer du bist, was du kannst und wofür du stehst.
Hier sind 10 bewährte Formate, die du jederzeit nutzen kannst und die deine Expertise sichtbar machen, ohne belehrend zu wirken.
#1 Alltag aus deinem Vermittlerleben
Der Klassiker. Zeig, was du tust, aber nicht wie eine To-do-Liste.
Beispiel: „Heute BU-Voranfrage, morgen Kundentermin zur Geldanlage. Ich liebe die Abwechslung.“
Warum es wirkt: Menschen lieben Einblicke und du wirkst greifbar und engagiert.
#2 Kundenfragen, die du öfter hörst
Statt Fachbegriffe zu erklären: Nimm reale Fragen deiner Kundinnen und Kunden.
Beispiel: „Kann ich eine Berufs-Rechtsschutz noch abschließen, wenn ich schon gekündigt wurde?“
Warum es wirkt: Du beantwortest echte Sorgen auf Augenhöhe.
#3 Mini-Stories mit Aha-Moment
Ein kurzer Fall aus der Praxis mit echter Erkenntnis.
Beispiel: „Ein Azubi wollte keine Haftpflicht – bis er mit dem E-Roller das Auto seiner Nachbarin touchiert hat …“
Warum es wirkt: Geschichten bleiben hängen. Vor allem, wenn sie nicht ausgedacht sind.
#4 Fragen an dein Netzwerk
Mach dein Publikum zum Teil deiner Welt.
Beispiel: „Welche Versicherung hattet ihr mit 20? Und welche hättet ihr gebraucht?“
Warum es wirkt: Du regst Austausch an und bekommst Interaktion statt Monolog.
#5 Deine Meinung zu Branchenentwicklungen
Du musst nicht über jedes Thema sprechen, aber über die, die dich bewegen.
Beispiel: „KI-Beratung: Würdest du dich von KI beraten lassen?“
Warum es wirkt: Du zeigst dich interessiert an neuen Technologien und regst den Dialog an.
#6 Rückblicke und Learnings
Was hast du aus einer Beratung, einem Event oder einer Woche gelernt?
Beispiel: „Heute zum dritten Mal erklärt, warum eine Hausrat keine Allround-Versicherung ist. Kommunikation ist (fast) alles.“
Warum es wirkt: Persönlich, ehrlich, nahbar – du zeigst, dass du auch nur ein Mensch bist.
#7 Typische Irrtümer und Denkfehler
Was glauben viele Menschen und was stimmt wirklich?
Beispiel: „BU zahlt erst, wenn ich im Rollstuhl sitze? Falsch. Psyche ist eine der häufigsten Ursachen für BU.
Warum es wirkt: Du klärst auf, ohne zu belehren und schaffst Vertrauen.
#8 Was dich motiviert
Warum liebst du deinen Job? Welche Begegnung hat dich geprägt?
Beispiel: „Heute kam ein Kunde nach fünf Jahren wieder. Mit denselben Fragen, aber diesmal offen für Antworten.“
Warum es wirkt: Du zeigst, dass du deinen Job wirklich mit Herzblut machst.
#9 Was du gelernt hast – früher falsch gemacht hast – heute besser machst
Beispiel: „Früher: Beratung war für mich ein Tarifvergleich. Heute: Ich frage erst mal, wie das Leben des Kunden gerade aussieht.“
Warum es wirkt: Lernkurven machen sympathisch und zeigen deine Weiterentwicklung.
#10 Behind the Scenes
Zeig dein Team. Dein Büro. Deine Pausen. Nicht täglich, aber ab und zu.
Beispiel: „Mein Montag beginnt mit Flat White und dem Blick auf die Woche.“
Warum es wirkt: Du bleibst in Erinnerung – nicht nur als Account, sondern als Mensch.
Fazit: Planbar, aber nicht langweilig
Diese zehn Formate kannst du immer wieder drehen, variieren und kombinieren. Sie helfen dir, sichtbar zu sein – ohne in die „Ich muss verkaufen“-Falle zu tappen.
Und wenn du dich jetzt fragst, wie du diese Inhalte elegant in Reels oder Beiträge packst, dann startest du am besten mit unserer Social-Media-Maklerclass so richtig durch.
Über die Autoren
Bei Biomex begleiten Patrick Hamacher und Nadja Smeilus Versicherer dabei, genau das zu tun – Corporate Influencer aufzubauen, die Vertrauen schaffen und Marken nahbar machen. Und wer als Vermittler jetzt auch auf Social Media aktiv werden will, findet in unserer Social-Media-Maklerclass viele praxisnahe Ansätze, die den Start erleichtern.
Eine Antwort
Es ist Montag. Oder Donnerstag. Oder eigentlich egal. Man sitzt vor dem Handy und denkt: „Ich müsste mal wieder was posten … aber was?“
Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, warum ich persönlich damit so ein Problem habe, aber jedes Mal, wenn ich diesen Satz lese – „Ich müsste mal wieder …“ – sehe ich gedanklich diese Zirkusnummer aus meiner Kindheit vor mir: Der Artist, der dutzende Teller auf Stangen jongliert und ständig anstupsen muss, damit nichts herunterfällt. Genau so wirkt das manchmal auch mit Content: ein künstliches Drehen und Nachdrehen, nur damit irgendetwas in Bewegung bleibt.
Künstlich erzeugter Content, der oft aus belanglosen Alltagsfetzen besteht, nur um Reichweite und Sichtbarkeit zu generieren?
Schwierig. Ich denke immer noch: Qualität schlägt Quantität. Und etwas echter Mehrwert in manchem Beitrag wäre durchaus wünschenswert.
Natürlich steckt in jeder Veröffentlichung auch ein Stück Selbstinszenierung und Marketing – besonders wenn man für eine Firma kommuniziert. Da bin ich mit einem Blog, der nicht mein eigenes Unternehmen bewirbt, sondern Branchenthemen beleuchtet, vielleicht tatsächlich in einer komfortableren Position. Trotzdem: Auch ich freue mich über Anerkennung und Resonanz, das ist menschlich.
Aber wenn ich manche Posts sehe, frage ich mich ehrlich: Wen soll das eigentlich interessieren?
Am Ende ist es ein freies Land – und ich hoffe, das bleibt es auch nach der nächsten Bundestagswahl. Also einfach ein kleiner Appell:
Wenn ihr etwas postet, dann denkt vielleicht nicht nur an Sichtbarkeit und Reichweite. Versucht, echten Mehrwert zu liefern.
Was ihr zum Frühstück hattet oder dass der Hund wuff gemacht hat – und wie andere darüber denken?
Hmm. Sagen wir mal: nicht alles muss in den Feed.