Nach Einnahmen und Solvenzquoten

Das sind Europas größte Versicherer

Europas Versicherer wachsen wieder – neue Zahlen zeigen, wer 2024 die Branche bei Einnahmen und Solvenzquoten dominiert. Besonders ein deutscher Konzern hat seine Solvenzquote von 2023 auf 2024 mehr als alle anderen Versicherer in der Rangliste erhöht.
Zwei Autos sind in einen Unfall verwickelt: Die Solvenzquoten der größten europäischen Versicherer bleiben auch 2024 trotz Ausgaben in der KFZ-Sparte weiter hoch.
© Freepik / Fxquadro
Zwei Autos sind in einen Unfall verwickelt: Die Solvenzquoten der größten europäischen Versicherer bleiben auch 2024 trotz Ausgaben in der KFZ-Sparte weiter hoch.

2024 war ein starkes Jahr für europäische Versicherer mit weiter stabilen Solvenzquoten und hohen Einnahmen. Die 15 größten europäischen Versicheungskonzerne steigerten ihren Umsatz im Jahr 2024 um 7,6 Prozent auf knapp 505 Milliarden Euro. Zu diesen Ergebnissen kommen Analysten von Mapfre Research, dem Analysehaus eines spanischen Versicherers.

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Das sind die 15 größten Versicherer Europas (nach ihren Einnahmen) im Jahr 2024
Rang Versicherung Einnahmen 2024 in Millionen Euro Marktanteil unter Top 15
1 Allianz 97.675 19,4 Prozent
2 Axa 86.078 17,1 Prozent
3 Zurich 55.016 10,9 Prozent
4 Generali 54.132 10,7 Prozent
5 Talanx 48.150 9,5 Prozent
6 Mapfre 25.513 5,1 Prozent
7 Aviva 24.511 4,9 Prozent
8 Ergo 20.796 4,1 Prozent
9 Groupama 16.312 3,2 Prozent
10 Bupa 14.452 2,9 Prozent
11 Crédit Agricole 14.015 2,8 Prozent
12 Legal & General 12.492 2,5 Prozent
13 R+V 12.165 2,4 Prozent
14 VIG 12.138 2,4 Prozent
15 CNP 11.016 2,2 Prozent
Total 504.461 100 Prozent

Quelle: Mapfre Research

Die Solvabilitätskoeffizienten, berechnet als Prozentsatz der anrechenbaren Eigenmittel gegenüber der Solvenzkapitalanforderung, geben ein klares Bild von der wirtschaftlichen Stärke der Institute. Auch die Solvenzquoten sehen bei den untersuchten Versicherern gut aus. Von den 14 analysierten Versicherern haben vier von ihnen ihre Solvabilitätskoeffizienten im Vergleich zu 2023 verbessert.

Die Solvabilitätskoeffizienten, berechnet als Prozentsatz der anrechenbaren Eigenmittel gegenüber  der Solvenzkapitalanforderung, geben ein klares Bild von der wirtschaftlichen Stärke der Institute.

Ergo erhöht Solvenzquote von 2023 auf 2024 am stärksten

Die Ergo konnte ihre Solvenzquote nach Analyse der Mapfre-Analysten unter den 15 größten Versicherern am meisten erhöhen: mit einem Anstieg von 22,1 Prozentpunkten im Jahr 2023 auf eine Quote von 207,9 Prozent im Jahr 2024.

 So sieht die Liste der 15 umsatzstärksten Versicherer Europas nach Solvenzquoten aus:
Rang Versicherer Solvenzquote 2024
1 VIG 260,7 Prozent
2 Groupama 241 Prozent
3 CNP 237 Prozent
4 Legal & General 231,9 Prozent
5 Talanx 219,5 Prozent
6 Axa 216, 0 Prozent
7 Generali 209,7 Prozent
8 Allianz 209,0 Prozent
9 Ergo 207,9 Prozent
10 Mapfre 207,4 Prozent
11 Crédit Agricole 201,0 Prozent
12 Aviva 184,0 Prozent
13 Bupa 176,0 Prozent
14 R+V 172 Prozent
Zurich

Quelle: Mapfre Research

Hinweis: Die Zurich-Gruppe berichtet nicht nach dem Solvency-II-Standard. Daher haben die Analysten von Mapfre sie nicht in die Tabelle aufgenommen.

Trotz der Herausforderungen, die sich aus der geopolitischen und finanziellen Ungewissheit ergeben, hat die europäische Versicherungsbranche aus Sicht der Analysten von Mapfre eine starke Widerstandsfähigkeit bewiesen, unterstützt durch solide regulatorische Rahmenbedingungen und die Normalisierung der Zinskurven.

Weiterhin stark konzentrierter europäischer Versicherungsmarkt

Der europäische Markt ist nach wie vor stark konzentriert: Auf die fünf führenden Versicherungsgruppen entfallen 67,6 Prozent der Gesamteinnahmen aller in diesem Bericht berücksichtigten Unternehmen.

Nach den Standards von IFRS 17 steigen die Gesamteinnahmen aus Versicherungsdienstleistungen für die 15 führenden europäischen Versicherungsgruppen bis 2024 um 7,6 Prozent auf 504,5 Milliarden Euro.

Den gesamten Report auf Spanisch finden Sie hier.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Seit Juli 2024 ist sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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