Knackpunkt Rückversicherung

Was die Bafin aus der Element-Pleite gelernt hat

Dass der Digitalversicherer Element Insurance pleite ging, kam für die Bafin überraschend. Das räumt Versicherungsaufseherin Julia Wiens gegenüber „Fondsprofessionell“ ein. Sie erklärt auch, was sich seitdem geändert hat.
Versicherungsaufseherin Julia Wiens, Bafin
© Bafin / Matthias Sandmann
Versicherungsaufseherin Julia Wiens, Bafin

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin will aus der Pleite des Digitalversicherers Element Insurance lernen. Das kündigte die Versicherungsaufseherin Julia Wiens im Gespräch mit dem Magazin „Fondsprofessionell“ an.

Kurzer Rückblick: Element Insurance war seit Oktober 2017 als Schaden- und Unfallversicherer zugelassen. Es ist ein „White-Label-Anbieter von Versicherungslösungen“. Es erstellt also Policen für andere, zum Beispiel Assekuradeure, die diese dann unter eigenem Namen ihren Kunden anbieten. Die vorläufige Insolvenz hatte die Bafin im Januar beantragt. Am 1. März 2025 folgte die endgültige Insolvenz.

Neu ist Wiens zufolge nun: Gesellschaften, die nur einen einzigen Rückversicherer haben, müssen das künftig in den Berichten zu hauseigenen Risiken und Solvabilität ausdrücklich erwähnen. „Damit haben wir und die Unternehmen selbst einen besseren Blick auf das Thema“, sagt Wiens.

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Wie sie auch ausführt, kam die Element-Pleite für die Bafin überraschend. Die Überschuldung sei erst eingetreten, nachdem der Rückversicherer den Schutz gekündigt hatte. Bis dahin habe man Element „eng begleitet“. Das Haus war zu jeder Zeit ausreichend mit Kapital ausgestattet.

Die Rückversicherung liege jedoch „in der alleinigen Verantwortung der Versicherer“, so Wiens weiter. Es gebe dazu keine Berichtspflicht, auch nicht über laufende Verhandlungen.

Doch wie sie erwähnte, hat sich das nun zum Teil zumindest geändert.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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