„Das ist umsichtig von uns“

Allianz wertet Immobilien um 5 Milliarden Euro ab

Die Immobilienwirtschaft, insbesondere die Gewerbeimmobilien, sind vom Zinsanstieg stark betroffen. Bei der Allianz wirkt sich das auf ihr Immobilienportfolio ebenfalls aus – es musste um 5 Milliarden Euro abgewertet werden.
Allianz-Chef Oliver Bäte: „Wir müssen das tun“
© picture alliance/dpa | Thomas Banneyer
Allianz-Chef Oliver Bäte: „Wir müssen das tun“

Die Veränderungen im Immobiliensektor machen sich auch bei der Allianz bemerkbar. So wertete der Konzern Immobilien im Investment-Portfolio um 8 Prozent, beziehungsweise 5 Milliarden Euro ab. Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz, sagte das in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Das ist umsichtig von uns, wir müssen das tun“, sagte Bäte, ohne allzu viele Details hinzuzufügen. Er erwähnte aber auch Einnahmen, die 3 Prozentpunkte wieder ausglichen (Minute 9:45). Und im selben Atemzug wies er darauf hin, dass diese Vorgehensweise nicht überall in der Branche üblich sei.

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„Wir spiegeln die Wertveränderungen wider“, sagte Bäte außerdem laut Medienberichten in einem Interview mit Bloomberg über Immobilien. „Die eigentliche Sorge der Investoren besteht darin, dass es Marktteilnehmer mit Wertminderungen gibt, die diese nicht anzeigen. Die Allianz ist sehr konsequent.“ Bäte habe den Immobilienmarkt fest im Blick, heißt es weiter. „Auf lange Sicht bleiben wir sehr optimistisch für den Sektor“, sagte er in dem Interview.

Die größten Sektoren im 58,4 Milliarden Euro schweren Immobilienportfolio der Allianz sind Büros mit einem Anteil von 49 Prozent und Wohnimmobilien mit 16 Prozent, so das „Handelsblatt“.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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