4,4 Prozent mehr Lohn

Dickes Gehaltsplus für den Außendienst

Für Außendienstmitarbeiter bei Versicherungen ist schon vor Weihnachten Bescherung: Rund 37.000 Beschäftigte können sich über 4,4 Prozent mehr Gehalt freuen. Das haben die Tarifverhandlungen für den Versicherungsaußendienst ergeben. Die Details gibt’s hier.
© dpa/picture alliance
Bis zur Einigung ist viel Zeit vergangen: Beschäftigte des privaten Versicherungsgewerbes nahmen im Juni 2017 in Hannover an einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi teil.

Es ist vollbracht: 4,4 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 36 Monaten – auf dieses Ergebnis haben sich Tarifvertragsparteien am Donnerstag für die Außendienstmitarbeiter bei Versicherungen geeinigt. Fast ein Jahr ist es her als die Tarifverhandlungen für den Versicherungsaußendienst zwischen den Gewerkschaften Verdi, DHV, DBV und den Arbeitgebervertretern des AGV begonnen hatten.

Mehr zum Thema

Verdi droht mit neuen Streiks in der Versicherungsbranche

Rund 170.000 Versicherungsangestellte warten derzeit auf ein gutes Ende der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi…

Versicherungsmitarbeiter streiken in Hannover

600 Beschäftigte aus der Versicherungsbranche fanden sich am Montag in Hannovers Innenstadt zusammen, um gemeinsam…

Versicherungsangestellte erhalten neuen Tarifvertrag

2,0 Prozent mehr Gehalt ab 1. November und noch einmal 1,7 Prozent mehr ab 1.…

So sieht die Einigung im Detail aus:

Die Mindesteinkommen und alle weiteren im Tarifvertrag geregelten Gehaltsbestandteile werden in drei Schritten erhöht:

Zum 1. Januar 2018 erfolgt eine erste Erhöhung der einzelnen Komponenten zwischen 1,5 Prozent und 2 Prozent. In der nächsten Erhöhungsstufe zum 1. November 2018 steigen die Einkommenskomponenten zwischen 1,2 Prozent und 1,4 Prozent. Eine weitere Erhöhung zum 1. November 2019 liegt durchschnittlich bei 1 Prozent.

„Damit haben wir einen Abschluss erreicht, der deutlich über dem ersten Angebot der Arbeitgeber liegt, das wir in der ersten Verhandlungsrunde als nicht verhandlungsfähig abgelehnt haben“, kommentierte Verdi-Verhandlungsführerin Martina Grundler den Tarifabschluss in einer Mitteilung.

Die Gewerkschafterin sieht die Erhöhung der Gehälter „in jedem Fall gerechtfertigt“ und verweist unter anderem auf die „steigende Anzahl gesetzlicher Anforderungen an Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten“, welche die Anforderungen an die Aufgaben im angestellten Außendienst „deutlich erhöhen“ würden. Gleichzeitig sollen laut Grundler „die Beratungsqualität und der Kundenservice verbessert werden, so dass die Arbeit immer komplexer wird“.

Gespräche zum Thema IDD sollen 2018 fortgesetzt werden

Keine Einigung gab es zum Thema Provisionsausgleich für die Weiterbildungspflichten nach der künftigen EU-Vermittlerrichtlinie IDD. „Wir haben uns mit den Arbeitgebern darauf verständigt, dass wir im kommenden Jahr Gespräche über die Veränderungen im Berufsbild und die Zukunft des angestellten Außendienstes aufnehmen werden“, so Verdi-Frau Grundler.

Die Verhandlungen für die Außendienstangestellten waren im Dezember 2016 abgebrochen worden, nachdem die Arbeitgeber ein aus Sicht von Verdi „nicht verhandlungsfähiges Angebot“ vorgelegt hatten.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia