Veränderte Marktbedingungen

Axa verkauft DBV-Policen nicht an Athora

Die Axa wird ihren Lebensversicherungsbestand der ehemaligen DBV-Winterthur nicht an den Policenabwickler Athora verkaufen. Das gaben beide Unternehmen bekannt. Sie verzichteten „in beiderseitigem Einvernehmen“ auf die Transaktion, heißt es.
© picture alliance / Daniel Kalker
Sitz der Axa in Köln.

Athora erklärte, seit der Vereinbarung der Übernahme im Juli 2022 habe es „signifikante Veränderungen an den Finanzmärkten“ gegeben. Der Abwickler wollte für die Policen mit Kapitalanlagen von zusammen 16 Milliarden Euro ursprünglich 660 Millionen Euro zahlen. Nun sind die Zinsen aber wieder gestiegen und der Bestand an Policen ist damit wieder attraktiver geworden.

Anders als bei einem anderen geplanten Deal zwischen der Zurich Gruppe Deutschland und dem Policenaufkäufer Viridium hätte es dieses Mal keine aufsichtsrechtlichen Bedenken gegeben, bestätigte die Aufsichtsbehörde Bafin gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“.

Das Portfolio von fondsgebundenen Lebensversicherungen, die die irische Axa Life Europe in Deutschland verkauft hatte, will der Axa-Konzern nun über eine Rückversicherungslösung mit der Munich-Re-Tochter New Reinsurance abwickeln, berichtet die schweizerische „Handelszeitung“.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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