Fake News, Wetter, KI und Krieg

Globaler Risikoreport zeichnet düsteres Bild von der nahen Zukunft

Krieg in Ukraine und Nahost, Inflation und Probleme in der Wirtschaft, extremes Wetter, Menschen auf der Suche nach einer neuen Heimat – in den kommenden Jahren könnten viele Risiken das aktuelle Angesicht der Welt kräftig verändern. Nur nicht zum Guten hin, wie der neue Risikoreport des World Economic Forum nahelegt.
Israelische Truppen im Gazastreifen: Bewaffnete Konflikte könnten künftig noch häufiger auftreten, befürchten Risikoexperten
© picture alliance / EPA | ATEF SAFADI
Israelische Truppen im Gazastreifen: Bewaffnete Konflikte könnten künftig noch häufiger auftreten, befürchten Risikoexperten

Die globalen Risikospezialisten zeichnen ein düsteres Bild von der Zukunft der Welt und der Menschheit. Gefahren durch Künstliche Intelligenz, Klimawandel, geopolitische Konflikte und das alles begleitet von Fehl- und Desinformationen (also Fake News) und extremen Ansichten, die die Gesellschaft spalten – fast zwei Drittel der globalen Risikoexperten und Menschen aus der Politik erwarten, dass globale Katastrophen in den kommenden zehn Jahren deutlich wahrscheinlicher werden.

Bereits erzielte Fortschritte in der menschlichen Entwicklung könnten wieder abhanden kommen. In globaler Macht, Klima, Technologie und Demografie könnten sich die Verhältnisse derart verschieben, dass das Staaten und einzelne Menschen an ihre Grenze bringt.

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Das sind Risiken, vor denen der neue „Global Risks Report 2024“ des World Economic Forum warnt. Verfasst haben ihn der Versicherer Zurich und das Beratungsunternehmen Marsh McLennan. Zu Wort kommen darin über 1.400 globale Risikoexperten und führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, die im September 2023 befragt wurden.

Die eingangs erwähnten Umstände könnten demnach dafür sorgen, dass Staaten und Menschen weniger bereit werden, im Rahmen der Probleme zusammenzuarbeiten. Weshalb man neue Ansätze bräuchte, um die Risiken wieder in den Griff zu bekommen. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass sich in den nächsten zehn Jahren eine multipolare oder fragmentierte Weltordnung herausbildet. Heißt auf Deutsch: Die Mittel- und Großmächte versuchen verstärkt, ihre eigenen Regeln und Vorstellungen durchzusetzen, notfalls gegen den Widerstand der anderen.

Risikoexperten und ihre Aussichten auf die Welt
Risikoexperten und ihre Aussichten auf die Welt
Hier sind die zehn größten Risiken über die kommenden zwei Jahre:
  1. Fehl- und Desinformation
  2. Extreme Wetterereignisse
  3. Gespaltene Gesellschaft
  4. Cyberrisiken
  5. Zwischenstaatliche bewaffnete Konflikte
  6. Mangel an wirtschaftlichen Möglichkeiten
  7. Inflation
  8. Unfreiwillige Migration
  9. Wirtschaftlicher Abschwung
  10. Verschmutzung
Und hier die zehn größten Risiken über zehn Jahre:
  1. Extreme Wetterereignisse
  2. Veränderung der Erdsysteme
  3. Verlust der biologischen Vielfalt und Zusammenbruch von Ökosystemen
  4. Knappe natürliche Ressourcen
  5. Fehl- und Desinformation
  6. Nachteilige Folgen von Künstlicher Intelligenz
  7. Unfreiwillige Migration
  8. Cyberrisiken
  9. Gespaltene Gesellschaft
  10. Verschmutzung

Angesichts der Gefahren für die Weltordnung verlangt Saadia Zahidi, Managing Director beim World Economic Forum, dass sich die Staaten zusammenraufen: „Die Führungspersonen der Welt müssen zusammenkommen, um kurzfristige Krisen zu bewältigen und die Grundlagen für eine widerstandsfähigere, nachhaltigere und integrativere Zukunft zu schaffen.“

Den „Global Risks Report 2024“ vom World Economic Forum können Sie in englischer Sprache hier herunterladen.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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